Gummiseilfliegen 2017

 

Am Samstag den 21. und Sonntag den 22. Oktober 2017

findet am Flugplatz Niederöblarn ein Gummiseilstarten statt.Teilnahmegebühr für Piloten aus Niederöblarn: € 30,00 (beinhaltet 2 Gummiseilstarts)

Zusätzlich für Piloten die 2017 nicht in LOGO geflogen sind: € 25,50 Gastmitgliedschaft

Jeder weiterer Start: € 10,00

Wir haben auch einen Gummiseilstartlehrer zur Verfügung. Für den Erhalt der Berechtigung sind 10 Starts unter Aufsicht eines Lehrers notwendig. Für den Erhalt der Berechtigung beziehungsweise für das Reaktivieren der ruhenden Startart (bis 3 Jahre) ist ein einwandfreier Überprüfungsflug unter Aufsicht eines Lehrers erforderlich.

Wahrscheinlich wird mit 2x Ka-8b geflogen. Selbstbehalt € 1.500,00. Anmeldung für nicht in LOGO fliegende Piloten an der Flugrezeption mit Vorzeige des Flugscheins und Medicals etc. verpflichtend!

Neuerwerbe der Gummiseilstartberechtigung nur für Piloten möglich, die noch einen "alten" nationalen Segelflugschein besitzen!

Da wir für den Gummiseilstart viele Helfer benötigen, sind alle recht herzlich dazu eingeladen, wenn die Möglichkeit besteht, eigene Helfer mitzubringen und selbst den gesamten Tag anwesend zu sein.

Teilnehmeranzahl begrenzt! Anmeldung erforderlich:

huber.luki@yahoo.com

Gummiseilfliegen

Mit erst 15 Jahren jüngster Kunstflugpilot

 

Fin-Luca Müntefering hat mit erst 15 Jahren erfolgreich seine Prüfungsflüge zur Kunstflugberechtigung absolviert. Damit ist er der jüngste Kunstflieger.

 

Der luftfahrtaffine Jungflieger hatte sich schon im frühen Alter selbst Modellflugzeuge gebaut, um damit dann fliegen zu gehen. Wenn das Wettter mal keinen Modellflug zuließ, hängte sich Fin hinter seinen PC und flog am eigenen Flugsimulator. Im Alter von 13 Jahren fing er mit einer Ausnahmegenehmigung dann die Segelflugausbildung im Heimatverein FSG Soest an und pilotierte ein echtes Segelflugzeug. Daraufhin folgten viele Wochenenden am Flugplatz, bis er schließlich an seinem 14. Geburtstag - dem frühestmöglichen Zeitpunkt - endlich alleine und ohne FLuglehrer an Board abheben durfte.

"Für mich war das einer der schönsten Tage!", so Fin-Luca.

 

Doch dem Jungpiloten war das bald nicht mehr genug und er strebte nach mehr. "Es war klar, dass ich jetzt Stunden und Erfahrung im Alleinflug sammeln musste, damit ich Weiterbildungen machen durfte. Ein großes Ziel war für mich die Königsdisziplin im Fliegen, der Kunstflug. Da muss man das Flugzeug in jeder erdenklichen Lage sicher beherrschen können. Ich wollte diese Berechtigung noch vor dem 16. Geburtstag erlangen und somit der jüngste Kunstflugpilot werden", antwortete er auf die Frage nach der Motivation, etwas derartiges schon so früh auszuüben.

 

Diesen Sommer begann er dann die Ausbildung zum Segelkunstflug in der Alpenflugschule Niederöblarn, einer österreiischen Flugschule in den Alpen. Sein Fluglehrer - ehemals mit 17 Jahren selbst jüngster FLuglehrer Europas - war anfänglich schon ein wenig skeptisch: "´Gesetzlich werden für den Beginn der Kunstflugausbildung in Österreich 50 Flugstunden gefordert. Fin hatte knapp 100 Flugstunden, doch zählt für mich nicht nur das was auf dem Papier steht, sondern die tatsächliche fliegerische Erfahrung und das Talent des Schülers. Oft kommen Schüler mit über 200 Flugstunden, denen ich sagen muss, dass sie noch nicht reif genung sind für eine Kunstflugschulung. Genau diese Zweifel hatte ich anfangs bei Fin."

 

Der große Wille des Jungpiloten ließ Luki Huber - seinen FLuglehrer in Niederöblarn - nicht los: " Wir probierten einen Kunstflugstart und ich war sehr positiv überrascht. Fin zeigte mir sein großes Talent und ich musste ihn sogar fragen, ob er schon einmal Kunstflug geflogen sei. Fehler die er machte, erkannte er größtenteils selbst und aufgrund seines Lernwillens, sah ich in ihm Riesenpotential."

 

Mit der Erlaubnis seines Vaters, der ihn finanziell unterstützt und der Zusage seines Fluglehrers, stand der Kunstflugschulung nichts mehr im Wege. Die Schulung in der Alpenflugschule umfasste zwölf Flüge mit einem doppelsitzigen Segelflugzeug vom Typ DG-1001Club mit FLuglehrer an Bord. "Anfänglich lernen wir den Schülkern ungewöhnliche Flugzustände auszuleiten, dann beginnen wir einfache Kunstflugfiguren wie Loopings zu fliegen. Stück für Stück arbeiten wir uns vor zu schwierigeren Figuren. Am Ende sollte der Schüler selbstständig ein Kunstflugprogramm mit etwa zwölf Figuren kreieren und dem Lehrer vorfliegen können", so der 23-jährige FLuglehrer.

 

Das schwierige dabei ist vor allem, die verschiedenen Figuren miteinander zu kombinieren. In der Ausbildung lernt man in etwa zehn, in denen der Geschwindigkeitsberech zwischen 0 und 250km/h liegt und die körperlichen Belastungen zwischen 3-g und +6g. Ein Kunstflugprogramm in der Schulung dauert dabei zwischen fünf und acht Minuten, danach wird ein gründliches Debriefing gemacht.

 

Für die Kunstflugausbildung braucht man im österreischen Niederöblarn bei gutem Wetter etwas vier Tage - Prüfung inbegriffen. Die Kosten liegen dabei um 1600€. Figuren in der Ausbildung sind zum Beispiel der Looping, das Trudeln, der Turn, Kubanische Achten, Rückenflug, Aufschwünge, Rollen etc.

 

Ende August diesen Sommers wurde Fin-Luca mit erst 15 Jahren mit dieser Kunstflugausbildung fertig und konnte die zwei erforderlichen Prüfungsflüge erfolgreich absolvieren. Sein Fluglehrer war sichtlich stolz auf den Schützling und dem Nachwuchstalent war die Freude über das erreichte Ziel ins Gesicht geschrieben. Ende September feiert Fin seinen 16. Geburtstag und erhält nach langem Warten offiziell seine österreichische Fluglizenz ausgehändigt. Damit darf er dann sein Hobby überall ganz ohne Fluglehrer ausüben und sogar Passagiere im Kunstflug mitnehmen.

 

Auf die Frage nach seinem später Berufswunsch, antwortet er mit breitem Grinsen: "Einmal ein großes Passagierflugzeug als Kapitän zu fliegen ist mein größtest Ziel, bis dahin ist jedoch noch etwas Zeit und zunächst muss erstmal das Abitur gut gelingen!"

 

Wir wünschen Fin-Luca alles Gute auf seinem zukünftigen Weg und möge sein großer Traum in Erfüllung gehen.

Fin-Luca, jüngster Kunstflugpilot
 

Österreichischer Segelfliegertag

Am 21. Oktober 2017 ist es wieder soweit, die besten Segelflieger Österreichs treffen sich um die dezentrale Meister zu ehren, interessante Vorträge zu hören, sich bei der Ausstellung

über neues Fluggerät sowie Hard- und Software zu informieren und sich in geselliger

Atmosphäre zu treffen.